Schon gewusst? Geschichtliches aus Halle/Saale
Im Jahr 806 n. Chr wurde Halle erstmals urkundlich erwähnt. Die einstige Besiedlung erfolgte mutmaßlich durch die Warnen bzw. Thüringer, die Angeln, die Hermunduren und die Wenden. Halle erhielt von diesen den Namen Dobrebora. Der Ort Halle wird als Halla im Chronicon Moissiacence 806 erstmals genannt. Im Jahr 968 wurde das Erzbistum Magdeburg von Otto I. gegründet, zu welchen bis zum Jahr 1680 auch Halle gehörte. Erweitert wurde die Stadt um das Jahr 1120. Als Mitglied der Hanse wurde Halle erstmals 1281 erwähnt. Die Selbstverwaltung der Stadt wurde 1310 urkundlich festgehalten. Bis zum Jahr 1680 wurde Halle als Residenz- und Hauptstadt des Erzbistums Magdeburg geführt.
Im Jahr 1701 wurde Halle Teil des Königreichs Preußen und war bis 1714 die Hauptstadt des Herzogtums Magdeburg und wurde ab 1807 Teil des Königreichs Westphalen. Der Stadtkreis Halle entstand 1819, wurde jedoch im Jahr 1828 bereits wieder aufgelöst und der Merseburger Regierung unterstellt. Die erste Straßenbahn fuhr in der Stadt ab April 1891. Durch den Aufbau weiterer drei Linien bis zum Juni 1891 wurde Halle die erste Stadt Europas mit einem elektrischen Straßenbahnnetz.
Bereits im Jahr 1890 hatte Halle mehr als 100.000 Einwohner und wurde zur Großstadt. Als eine der wenigsten deutschen Städte, erlitt Halle im Zweiten Weltkrieg keine großartigen Zerstörungen und fiel nach Ende des Zweiten Weltkriegs in die Besatzungsmacht der Sowjetunion. Zu Zeiten der DDR wurde Halle zur Hauptstadt der Provinz Sachsen. Im Jahr 1947 wurde hieraus das Land Sachsen-Anhalt. Im Jahr 1952 wurde Halle dann die Bezirkshauptstadt des Bezirkes Halle. Nach der Wiedervereinigung wurde der Bezirk Halle 1990 aufgelöst, mit Halle-Neustadt vereinigt und gehört seitdem bis heute zum Land Sachsen-Anhalt.